Insolvenzverfahren

Durch die Einführung des ESUG (Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen) sind die Gestaltungsmöglichkeiten eines Insolvenzverfahrens wesentlich vielfältiger geworden. Die Chance einer erfolgreichen Sanierung wurde damit nachhaltig gesteigert. Die döhmen consulting wird im Rahmen von Insolvenzverfahren für Insolvenzverwalter, für Unternehmen oder auch für Investoren aktiv.

Insolvenzverwalter

Das Tätigkeitsspektrum der döhmen consulting für insolvente Unternehmen reicht von der Übernahme von Kompetenzen in Teilbereichen, wie z.B. der Planung der Erstellung eines Sanierungskonzeptes bis hin zum interimistischen Management und Controlling vor Ort.

  • Erstellung Sanierungskonzept
  • Site Management
  • Unternehmensplanung
  • Begleitung M & A Prozess

Vorbereitung Insolvenzantrag

Es gibt Situationen, in denen ein Insolvenzantrag unumgänglich ist, oder ein Insolvenzverfahren Optionen auf eine Sanierung eröffnet, die sich ansonsten nicht ergeben würden. Mit Eintritt der Insolvenzvoraussetzungen muss in beiden Fällen unmittelbar ein Antrag auf Insolvenzeröffnung gestellt werden. Umso entscheidender ist dabei eine gute Vorbereitung.

Mit dem Einreichen des Insolvenzantrages können bereits entscheidende Weichen für das weitere Verfahren gestellt werden. So kann beispielsweise gem. § 56a InsO ein vorläufiger Gläubigerausschuss dem Gericht einen Insolvenzverwalter vorschlagen. Dieses kann unter Umständen für eine weitere Fortführung und Sanierung von großem Nutzen sein.

Insbesondere seit Einführung des ESUG sind vor der Antragsstellung die einzelnen Optionen, welche die Insolvenzordnung vorsieht, sogfältig zu prüfen, damit das Insolvenzverfahren sowohl für die Gläubiger als auch für das Unternehmen zum bestmöglichen Ergebnis führt. Besonders die Optionen der Eigenverwaltung (§§ 270 ff. InsO)  gegebenenfalls in Form eines Schutzschirmverfahrens, und die des Insolvenzplanverfahrens (§§ 217 ff. InsO) sollten auf ihre Machbarkeit und Vorteile hin geprüft werden.

Des Weiteren muss ein Insolvenzantrag nach § 13 InsO formellen Anforderungen entsprechen, damit von dem zuständigen Amtsgericht ein (vorläufiges) Insolvenzverfahren eröffnet werden kann.

Die döhmen consulting steht  Geschäftsführern und Vorständen in dieser schwierigen Situation als erfahrener Ansprechpartner zur Seite, um die bestmöglichen Optionen auszuloten und eine Hilfestellung zu geben, formelle Schwierigkeiten zu beseitigen. Gerne vermittelt die döhmen consulting auch Kontakte zu geeigneten Insolvenzverwaltern und Anwälten, um eine professionelle Beratung zu vermitteln. Durch unser umfassendes und langjährig gewachsenes Netzwerk können wir auf entsprechende Kontakte zurückgreifen.

Insolvenzplan

Mit dem im März 2012 in Kraft getretenen ESUG (Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen) hat der Gesetzgeber das Insolvenzplanverfahren bewusst gestärkt. Seit dem hat es eine Reihe von erfolgreichen Beispielen für Planverfahren gegeben. Die große Stärke des Insolvenzplanverfahrens liegt darin, dass der Rechtsträger erhalten bleibt, was die Sanierung des insolventen Unternehmens erleichtert.

In einem Insolvenzplanverfahren kommt es zu einem Vergleich zwischen dem Unternehmen und dessen Gläubigern. Die Vereinbarungen zwischen den Parteien können dabei von einer Abwicklung im Regelinsolvenzverfahren abweichen.  Jedoch darf dabei keine Partei im Vergleich zur Regelinsolvenz schlechter gestellt werden.

Um einen tragfähigen Insolvenzplan erstellen zu können, werden zuerst die Schwächen und Potentiale des insolventen Unternehmens analysiert. Auf dieser Grundlage können im Anschluss Maßnahmen definiert werden, die nach Eröffnung des Verfahrens zur Sanierung des Unternehmens führen können. Der vollständige Plan wird der Gläubigerversammlung zur Abstimmung vorgelegt und vom Gericht bestätigt. Anschließend wird das Insolvenzverfahren aufgehoben. Der Geschäftsbetrieb wird auf Grundlage des im Insolvenzplan festgeschrieben Sanierungskonzeptes fortgeführt. Nach Erfüllung der im Insolvenzplan fixierten Vorgaben wird das Schuldnerunternehmen von sämtlichen restlichen Altverbindlichkeiten befreit.

Ein Insolvenzplan kann sowohl mit dem Insolvenzantrag bei Gericht eingereicht werden als auch im laufenden Verfahren.

Die döhmen consulting steht sowohl Insolvenzverwaltern als auch betroffenen Unternehmen gerne mit ihrer langjährigen Sanierungserfahrung bei der Erstellung eines Insolvenzplans zur Verfügung.

Eigenverwaltung & Schutzschirmverfahren

Bei einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung behält die Geschäftsführung eines insolventen Unternehmens auch nach der Antragsstellung die Verfügungsgewalt über das Unternehmen. Die Unternehmensführung bekommt einen vom Insolvenzgericht bestellten (vorläufigen) Sachwalter zur Seite gestellt, welcher hauptsächlich Überwachungsaufgaben wahrnimmt. Zusätzlich wird von vielen Gerichten, Gläubigern und Gesellschaftern eingefordert, der Geschäftsführung für den Verfahrensverlauf einen erfahrenen Sanierungsfachmann auf der operativen Ebene zur Seite zu stellen.

Liegt bei der Insolvenzantragsstellung lediglich eine drohende  Zahlungsunfähigkeit vor, so kann ein Schutzschirmverfahren beantragt werden. Ist die Zahlungsunfähigkeit jedoch bereits eingetreten, so kommt lediglich die Eigenverwaltung in Betracht. Das Verfahren hat in der Regel die Sanierung über einen Insolvenzplan zum Ziel.

Die Sanierungschancen bei den Verfahren in Eigenverwaltung steigen i.d.R. deutlich durch die Hinzunahme von erfahrenen Sanierungsexperten. Die döhmen consulting steht Ihren Mandanten in diesen Fällen mit einer breiten Palette an Erfahrungen und Sanierungsansätzen zur Verfügung.

Investoren

In vielen Insolvenzverfahren ergeben sich interessante Chancen und Gestaltungsspielräume für neue und bestehende Investoren. Eine Investition in ein insolventes Unternehmen zu tätigen bringt jedoch einige Besonderheiten mit sich. Die döhmen consulting als erfahrener Partner in Krisen- und Insolvenzsituationen berät regelmäßig Investoren im Rahmen der Investitionsentscheidung, beispielsweise durch die Erstellung eines Sanierungskonzeptes, oder bei der Verhandlung mit Insolvenzverwaltern und Arbeitnehmervertretern.