Alle Artikel von Redaktion

Unser Team wächst

Seit dem 16. Februar 2018 verstärkt Dominik Zuhorn unser Team als Senior Manager. Der erfahrene Berater und Projektmanager wird ab sofort in unseren Mandaten eingesetzt.

Zuletzt war der Düsseldorfer für eine auf Strategieberatung spezialisierte Beratungsgesellschaft als Management Consultant tätig. In seiner Anstellung beschäftigte er sich vor Allem mit der Beratung von Unternehmen bei komplexen (Investitions-) Entscheidungen mit erheblichen Unsicherheiten (z.B. Ölpreis, Zulassung von pharmazeutischen Produkten etc.), insbesondere in der Chemie-, Pharma-, Öl- und Gasindustrie. Außerdem war er für die Implementierung von Entscheidungsprozessen und -methoden bei seinen Projekten verantwortlich. Davor war er bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers als Senior Consultant tätig. In seinem Aufgabenbereich lagen unter anderem die Bewertung von Unternehmen und Anlagegütern, Finanzmodellierung, Businessplanerstellung sowie Plausibilitätsprüfung erstellter Planungsmodelle.

Während seiner Studienzeit an der ESCP Europe konnte Herr Zuhorn mehrere Abschlüsse im Ausland erwerben. Dazu zählen der Master of Science in International Management an der City University London, Máster Europeo en Administración y Dirección de Empresas an der Universidad Carlos III in Madrid und ein Diplôme de Grande École an der ESCP Europe in Paris. Weitere Fortbildungen und Abschlüsse im Bereich der strategischen Entscheidungsfindung folgten an der Stanford University in Pablo Alto, Kalifornien.

Wir freuen uns sehr Herrn Zuhorn in unserem Team begrüßen zu dürfen und freuen uns auf die Zusammenarbeit.

Großekathöfer Convenience Food GmbH: Eigenverwaltungsverfahren mit Zielsetzung Sanierung beantragt

Mit Beschluss des Amtsgerichts – Insolvenzgericht – Bielefeld vom 12. Januar 2018 wurde das vorläufige Eigenverwaltungsverfahren über das Vermögen der Großekathöfer Convenience Food GmbH, Gütersloh, angeordnet. Das Verfahren wird von Herrn Dr. Döhmen als Chief Restructuring Officer (CRO) begleitet. Ziel des Verfahrens ist die Sanierung und langfristige Restrukturierung des Unternehmens.

Der Hersteller von tiefgekühlten Backwaren ist ein seit 1995 geführtes Familienunternehmen. Zu den Produkten gehören neben Plunder- und Blätterteigen auch herzhafte und süße Produkte als Snacks, Strudel, Plunder, Minis und sonstige Spezialitäten. Die Großekathöfer Convenience Food GmbH beschäftigt zum Stichtag insgesamt 77 Mitarbeiter und produziert in zwei Werken.

Die ausführliche Pressemeldung finden Sie hier.

Vortrag zum Thema
„Erfolgsfaktoren der Vergangenheit – Geschäftsmodelle für die Zukunft?“

Am 28. November 2017 hielt Dr. Hans Peter Döhmen im Rahmen der Veranstaltung „ATN in Kontakt“ in den Räumlichkeiten der ATN Rechtsanwälte in Wuppertal einen Vortrag zum Thema „Erfolgsfaktoren der Vergangenheit – Geschäftsmodelle für die Zukunft?“. Dabei ging es um die Zukunftstauglichkeit von bestehenden Geschäftsmodellen. Anhand einiger Beispiele zeigte er den Erfolg und Misserfolg verschiedener Unternehmen in der Vergangenheit auf und verdeutlichte wie wichtig eine zukunftsorientiert Geschäftsmodellentwicklung ist. Die entsprechende Präsentation haben wir Ihnen zum Download bereitgestellt.

Download: Erfolgsfaktoren der Vergangenheit – Geschäftsmodelle für die Zukunft?

Übernahme der Klenk Holz AG

Nachdem das Bundeskartellamt sowie die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde der Übernahme der Klenk Holz AG von der Carlyle Gruppe durch die Binderholz Gruppe zugestimmt haben, konnte der Verkaufsprozess Anfang November abgeschlossen werden. Die neue Eigentümerin ist bekannt für die Herstellung von Massivholzprodukten und ihre innovative Baulösungen. Die Klenk Holz AG wurde 1904 gegründet und beschäftigt mehr als 1.000 Mitarbeiter. Mit einem Umsatz von ca. 400 Mio. Euro zählt sie zu einem der führenden Säge- und Holzverarbeitungsunternehmen in Europa.

2014 wurde die Klenk Holz AG im Rahmen eines umfangreichen Sanierungs- und Restrukturierungsprozesses an die globale Private-Equity-Gesellschaft Carlyle Group verkauft, wir berichteten. Dr. Hans Peter Döhmen war seit Oktober 2012 CRO der Klenk Holz AG. In dieser Funktion verantwortete er neben der operativen Restrukturierung insbesondere die Vorbereitung und Begleitung Verkaufsprozesses an die Carlyle Group. Nach erfolgreichem Abschluss des Verkaufsprozesses und Überleitung seiner Aufgaben auf das neue Management beendete er sein Engagement Anfang Oktober 2013. Über die positive Entwicklung der Klenk Holz AG freut sich die döhmen consulting gmbh sehr.

Wir wünschen allen Lesern schöne Festtage und einen erfolgreichen Start ins kommende Jahr.

Gegenläufiger Trend: Zahl der Großinsolvenzen steigt in 2017

Bei der Gesamtbetrachtung von Unternehmensinsolvenzen in 2017 ist ein Rückgang von 5 Prozent im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr zu beobachten, nicht aber bei Unternehmen ab einer Umsatzgröße von 10 Millionen Euro. Schon nach drei Quartalen wurde der Gesamtwert der beiden vergangenen Jahre mit 69 Insolvenzen bei Unternehmen mit mehr als 20 Millionen Euro Umsatz überschritten. Auch im Bereich von Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 10 und 20 Millionen Euro wurde ein starker Anstieg von eingereichten Insolvenzanträgen verzeichnet. So wurden allein im dritten Quartal 2017 insgesamt 65 neue Anträge eingereicht, während in den ersten beiden Quartalen insgesamt 70 Insolvenzanträge eingereicht worden sind. Voraussichtlich werden die hohen Werte der Jahre 2009, 2012 und 2013 aber nicht erreicht.  Prominente Beispiele sind dabei die Verfahren der Air Berlin, des Küchenherstellers Alno und des Josef-Hospitals in Delmenhorst. Die beiden großen Unternehmen Lutz Fleischwaren GmbH und Mifa Mitteldeutsche Fahrradwerke AG, welche ebenfalls in 2017 Insolvenzantrag stellen mussten, wurden in Form einer übertragenden Sanierung gerettet.

Ein weiteres prominentes Beispiel ist die Insolvenz der Solarworld GmbH. Im Zuge des Insolvenzverfahrens wurde der operative Betrieb der Solarworld GmbH mit insgesamt rund 500 Mitarbeitern von ehemals 1700 Mitarbeitern an eine Auffanggesellschaft unter der Führung des Gründers der insolventen Solarworld GmbH, Frank Asbeck, und einigen weiteren Investoren, veräußert. Insolvenzverwalter Horst Piepenburg ist weiterhin auf der Suche nach Käufern für die Solarworld-Tochter Deutsche Lithium GmbH, sowie für die der Insolvenzmasse zugehörigen Anteile an dem Projektierer Solarparc GmbH.

Vgl. Hedtstück, Michael: „Zahl der Großinsolvenzen zieht weiter an“, unter:

http://www.finance-magazin.de/wirtschaft/deutschland/zahl-der-grossinsolvenzen-zieht-weiter-an-2000751/ (abgerufen am 19.10.2017)

döhmen intern

Herr Martin Borner hat die döhmen consulting gmbh zum 31. Juli 2017 auf eigenen Wunsch verlassen, um sich neuen beruflichen Aufgaben zu widmen. Er ist zu einem unserer Industriekunden gewechselt um die Leitung des Project Office zu übernehmen. Wir bedanken uns für sein Engagement der letzten Jahre und wünschen ihm viel Erfolg für seine berufliche Zukunft.

Personelle Veränderung

Seit dem 01. Juni 2017 verstärkt Benjamin Ringstmeier unser Team als Senior Consultant. Als erfahrener Berater für Unternehmen in Krisensituationen wird Herr Ringstmeier ab sofort in unseren Mandaten eingesetzt.

Zuletzt war der gebürtige Kölner für die Mitgesellschafterin der döhmen consulting gmbh, die Warth & Klein Grant Thornton AG im Bereich Governance, Risk & Compliance tätig. Davor konnte er in rund vier Jahren als Angestellter der Kölner Rechtsanwaltskanzlei Dr. Ringstmeier & Kollegen Erfahrungen in diversen Betriebsfortführungen unter insolvenzrechtlichen Rahmenbedingungen sammeln. Außerdem wirkte er an der Erstellung von insolvenzrechtlichen Gutachten mit und wurde in Mandaten für Sanierungs- und Restrukturierungsberatung eingesetzt. Neben Branchenkenntnissen im produzierenden Gewerbe ist Herr Ringstmeier insbesondere mit dem Verkauf von Unternehmen aus der Insolvenz vertraut.

Durch zwei mehrjährige berufsbegleitende Studiengänge konnte Herr Ringstmeier zudem einen Bachelor of Arts in Business Administration und einen Master of Business Administration an der Rheinischen Fachhochschule Köln und der University of East London erwerben.

Frau Sandra Kowalska hat die döhmen consulting gmbh nach über 2  Jahren zum 30. April 2017 auf eigenen Wunsch verlassen, um neue berufliche Herausforderungen außerhalb der Beratungsbranche anzustreben. Wir danken ihr vielmals für ihren Einsatz und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute.

E-Commerce treibt das Wachstum im Handel

MONTHLY NEWS

http://creditreform-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/Im-Fokus_E-Commerce-c-Creditreform-Magazin-10-2016.pdf

Ein interessanter Artikel der Creditreform zeigt die Umbrüche in der Handelswelt mit vielen Statistiken auf.  Es wird unter anderem gezeigt, dass der Umsatz im Internethandel stärker wächst als im Offline-Handel, somit erhöht den Anteil des Online-Handels im Gesamtmarkt: Jeder neunte Euro wurde 2015 bereits online ausgegeben – Tendenz stark steigend.

Madonna Fashion – Akquisitionsmöglichkeit aus der Insolvenz

MONTHLY NEWS

Aufgrund von Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung hat die Topaz Textilhandels
GmbH am 29. September 2016 beim zuständigen Amtsgericht in Düsseldorf erneut Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist am 30. September Herr Dr. Marc d‘Avoine, von der Kanzlei ATN d’Avoine Teubler Neu, bestellt worden.

Zum Zeitpunkt des Insolvenzantrages verfügte die Gesellschaft über 39 gemietete Standorte in Deutschland sowie den Niederlanden und beschäftigt rund 250 Mitarbeiter.

Ziel des Insolvenzverwalters ist, das Unternehmen in einer reduzierten Größe zu erhalten und möglichst fortzuführen. Zu diesem Zwecke wird das aktuelle Management durch Dr. Hans Peter Döhmen unterstützt, der bereits erste Sanierungsmaßnahmen erarbeitet hat und aktuell umsetzt. Zur weiteren Sanierung wird ein Erwerber gesucht, der die Mitarbeiter und Vermögensgegenstände übernimmt.

Siehe hierzu auch folgenden Teaser:

 http://www.doehmen-consulting.de/wp-content/uploads/2016/10/Teaser_Madonna.pdf

4. ESUG Studie von Roland Berger und HgGUR

MONTHLY NEWS

Die wichtigsten Erkenntnisse der Befragung von 1.600 Entscheidern (Insolvenzverwalter und -richter, Gläubiger, Manager/CROs,Berater)  mit umfassenden praktischen Erfahrungen mit den ESUG-Reformen stellen wir Ihnen hier gerne vor.

  • 87% haben nun Erfahrungen mit der Einrichtung eines (vorläufigen) Gläubigerausschusses (2012= 25%)  – Erfahrungen mit Eingriffen in die Gesellschafterrechte (z.B. Debt-to-Equity-Swap) haben inzwischen 78% der Beteiligten (2012: 41%)
  • Ca. 93% der Umfrageteilnehmer sehen ihre Erwartungen durch das ESUG zumindest teilweise erfüllt, Die Reformen werden per Saldo zunehmend positiv eingeschätzt
  • Das beteiligte Management hat zunehmend Schwierigkeiten mit den ESUG-Regelungen, vergleichs-weise schwer tun sich auch noch die Insolvenzgerichte aufgrund der fundamentalen Änderungen
  • Im Gegensatz dazu hat sich vor allem die Gläubigerseite mit den ESUG-Regelungen arrangiert, nicht zuletzt auch aufgrund ihrer deutlich gestärkten Position innerhalb der Verfahren
  • Zunehmend kritisch gesehen wird die vorläufige Eigenverwaltung (-14 PP im Vergleich zum Vorjahr). Als gelungenste Neuerung gilt der vorläufige Gläubigerausschuss (+13 PP im Vergleich zum Vorjahr)
  • Die Rechtssicherheit ist bei allen Neuregelungen bis auf den (vorläufigen) Gläubigerausschuss gesunken – Gründe für die Verschlechterung des (vorläufigen) Gläubigerausschuss sind mutmaßlich aktuelle Urteile zu Haftungsthemen
  • Kein weitergehender Standardisierungsbedarf für die §270b InsO Bescheinigung benötigt
  • Hinsichtlich Art und Umfang der Bescheinigung nach §270b InsO ist das Meinungsbild weitgehend stabil. Der IDW S 9 gewinnt bei allen Teilnehmern zunehmend an Bekanntheit
  • Eine gute Vorbereitung der Insolvenzantragstellung in Eigenverwaltung v.a. mit Blick auf das Sanierungskonzept bleibt weiterhin die größte Herausforderung und ist erfolgsentscheidend.
  • Der Anteil der vorläufigen Verfahren, die auch eröffnet werden ist um 9 Prozentpunkte gestiegen

Im 4. Quartal 2016 wird ein Vorschlag der EU-Kommission für eine Erweiterung des Insolvenz-Instrumentariums durch ein vorinsolvenzliches Sanierungs-verfahren erwartet.

  • Als wesentliche Gestaltungselemente für ein vorinsolvenzliches Sanierungsverfahren werden die Mehrheitsbindung von finanziellen Restrukturierungsmaßnahmen und die Überwindung von Akkordstörern gewertet
  • Eine Zugangsbeschränkung zu einem vorinsolvenzlichen Verfahren wird als notwendig erachtet
  • Für Zustimmungen zum Plan und/oder Moratorium über Vollstreckungs-maßnahmen wird – u.a. durch den Eingriff in Eigentumsrechte – ein formaler Prozess erwartet/ befürwortet
  • Es wird ein i.d.R. nicht öffentliches Verfahren für erforderlich gehalten, um unkalkulierbaren wirtschaftliche Nachteile zu vermeiden
  • Die geplanten Neuerungen zur Einführung eines vorinsolvenzlichen Sanierungs-verfahrens werden aktuell positiv beurteilt
  • Grundsätzlich wird eine Regelung befürwortet, die das Instrumentarium für eine frühzeitige vorinsolvenzliche Sanierung erweitert, wenn eine Existenz- oder Liquiditätskrise vorliegt
  • Der überwiegende Teil der Befragten erwartet eine höhere Akzeptanz dieses Verfahrens gegenüber den ESUG-Reformen aufgrund des fehlenden Stigmas der Insolvenz und des damit potentiellen leistungswirtschaftlichen Schadens (v.a. Kaufzurückhaltung bei B2C-Geschäften)

Wir beraten Sie umfassend zu den Möglichkeiten und Chancen, welche sich durch die ESUG-Modernisierung eröffnet haben und zeigen Ihnen worauf es zu achten gilt.